Brettenfeld aktuell
An Himmelfahrt konnte die neue Fuß- und Radwegbrücke am Rothölzle offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung durch den Musikverein Rot am See.

Nachdem die Zahl der Einweihungen und Neueröffnungen in der Gemeinde aufgrund der Finanzmisere immer geringer wird, zeigte sich Bürgermeister Gröner sehr erfreut, dass dieses Projekt angegangen und durchgeführt werden konnte.

Er sprach die langwierigen Vorbereitungen, Beratungen und Verhandlungen, die diesem Bauvorhaben vorangegangen sind, an. Bereits im Jahr 1994 hat die Deutsche Bundesbahn mitgeteilt, dass die Brücke am Rothölzle dringend saniert oder abgebrochen werden muss. Diese Forderung wurde, nach einer erneuten Brückenprüfung im Jahr 2000, mit Nachdruck erneuert.

Nach sehr schwierigen Zuschussverhandlungen wurde dann im Jahr 2004 eine Förderung in Höhe von rund 85.000 Euro aus dem Programm "Leader +" gewährt. Für die Unterstützung bei den Zuschussverhandlungen bedankte er sich bei allen beteiligten Behörden. Ein weiterer Dank galt dem Landtagsabgeordneten, Herrn MdL Rüeck, der diese Maßnahme von Anfang an unterstützt hat. Ein weiterer Dank galt dem Gemeinderat, der das Projekt trotz finanzieller Engpässe unterstützt, die notwendigen Beschlüsse gefasst und die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt hat.

Ein weiterer besonderer Dank ging an das Ingenieurbüro "Wave" für die sehr gute, umsichtige und wirtschaftliche Planung, Durchführung und Bauleitung dieses Projektes. Bürgermeister Gröner betonte, dass mit dieser Brücke die Verbindung vom alten zum neuen Ortskern, ein Radweglückenschluss sowie ein Wanderweg wieder durchgängig hergestellt werden konnten. Diesbezüglich trägt die Brücke in großem Maße dazu bei, dass die Sicherheit für die Fußgänger, Radfahrer und Wanderer wieder wesentlich erhöht wird.

Eine Brücke gilt seit jeher als Symbol der Vereinigung und so soll es auch in diesem Fall sein. Es soll eine Brücke sein, zwischen dem "Alten Rot am See" und dem "Neuen Rot am See", die die Integration, das gute Zusammenleben sowie ein gutes Miteinander fördert.

Der Leiter des Ingenieurbüros "Wave", Herr Schelbert, zeigte sich ebenfalls erfreut, dass die Brücke nach den langwierigen und schwierigen Verhandlungen mit der Bahn und einer langen Vorbereitungszeit nun doch realisiert werden konnte. Durch die gewissenhafte Planung ist eine "schlanke, beinahe anmutige" Variante entstanden, die sich gut in das Landschaftsbild integriert.

Zur Einweihung brachte Herr Schelbert einen "Einweihungsbaum" mit und führte aus, dass der Ahornbaum bei guter Pflege bis zu 150 Jahre alt werden kann, in der Hoffnung, dass die Brücke ebenso lange ihren Dienst tun wird.

Die Bewirtung an diesem Tag hatten die Metzgerei Laubinger sowie das Akkordeonorchester Hohnerklang übernommen. Bei musikalischer Umrahmung durch Herrn Haag vom Akkordeonorchester während der Kaffeezeit klang die Einweihungsfeier in gemütlicher Runde aus.
Einweihung der Fußgängerbrücke am Rothölzle an Himmelfahrt, 5. Mai 2005